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BeitragVerfasst am: 07.06.2003, 15:59 Uhr 
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Da ich mich privat und nebenberuflich fast ausschließlich mit Politik, Geschichte und Literatur beschäftige, und dies auch zu meinem Beruf machen werde, ist der von mir verfasste Text eine Wiedergabe vielfältiger Quellen. Geschichtswissenschaftliche Werke, Hitler-Biographien (Joachim Fest) oder auch nur die Sonderausgabe von "Bild der Geschichte" zu Hitler 100. Geburtstag (demzufolge erschienen 1989).

Es ist common sense, dass Hitler keinen Widerspruch dudelte und sowohl militärisch als auch innenpolitisch in jeder Frage seine eigenen, persönlichen Vorstellungen durchsetzte. Er war Chefdenker und Planer und blieb es immer. Selbst die berühmte Militärtaktik des "Sichelschnittes", mit der Frankreich besiegt wurde, hatte er bereits 1914-18 im 1. Weltkrieg selbst erlebt und nachvollzogen. Aus diesem Wissen heraus befehligte er eben jene Taktik auch im 2. Weltkrieg.

Hitler war Autodidakt auf vielfältigen Gebieten und seine größte Begabung neben Charisma und Redekunst war wohl sein außergewöhnlich leistungsfähiges Gedächtnis. Er kannte sämtliche Standardwerke über Medizin und Militärtechnik in einem Detailreichtum, der seine Leibärzte und Militärs immer wieder in den Schatten stellte.
Er kannte von jedem militärischen Gerät das Gewicht, die Geschwindigkeit, die Abmessungen, etc. Kleine Anekdote dazu: Als einmal kleine Artilleriegeschütze schnell an die Front verladen werden sollten, stellte sich heraus, dass die zweibeinigen Ständern nicht in die Waggons der Züge passten. Hitler erinnerte sich, in Österreich einmal dreibeinige Ständern gesehen zu haben und kannte deren Abmessung. Man tauschte die Ständern aus und sie passten tatsächlich.
Du kannst mal die "Geschichte des Dritten Reiches" von Wolfgang Benz lesen, das ist so ein kleines Standardwerk, weshalb es auch für nur zwei Euro von Bundeszentrale für politische Bildung verschickt wird.
Da es im Dritten Reich keine gültige Verfassung mehr gab und auch die NSDAP sich als Staat im Staate entwickelte, wurde Hitler zu einzigen befugten Staatsgewalt. Seine Funktion als FÜhrer glich einer omnipotenten staatlichen Institution. Er war die Verfassung und das Gesetz und über ihm gab es nichts.
Naja, ich könnte jetzt selbst ein Buch darüber schreiben.


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BeitragVerfasst am: 20.06.2003, 15:32 Uhr 
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19.01.2003, 22:26 Uhr
Beiträge: 67
Politisch gesehen hatte Hitler nur eine grosse Schwäche: er war ein Psychopath und Rassist. eine Erfolge haben ihn vielleicht auch grössenwahninnig gemacht. Auch wenn er es in "Mein Kampf" schon erwähnte, glaube ich nicht, dass er ohne seine politischen Erfolge wie die Gründung des Dritten Reiches es ohne (aktive) Gewalt niemals gewagt hätte, seine Lehren politisch zu vertreten. Es handelt sich nurum eine Vermutung.

Ps. Es stimmt, nur die modernen Politiker sind Marionetten der Industrie.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wiederholt sich die Geschichte?
BeitragVerfasst am: 07.04.2008, 20:00 Uhr 
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25.02.2008, 21:47 Uhr
Beiträge: 33
Luzifer hat geschrieben:
Auch die ewigen Verhandlungen wegen dem Verbot der NPD ist einfach beschähmend! Es kann doch nicht angehen, da einen so riesigen Zirkus draus zu machen, die gehören verboten und die Drahtzieher eingesperrt und der Schlüssel weggeworfen!

Wenn das nun mal alles so einfach wäre.
Die NPD bewegt sich immer am Rande des noch möglichen, wenn man vom Deutschen Gesetz ausgeht. Sie verstößt -bis auf bekannte Ausnahmen, wie die neulich stattgefundene Volksverhetzung- nicht gegen die Verfassung, und solange das nicht der Fall ist, kann diese Partei nicht schlichtweg verboten werden.

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Grundrechte, Artikel 2:
Zitat:
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.


In Artikel 4 wird ferner festgelegt:

Zitat:
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.


Und da die führenden Köpfe der NPD es unglücklicherweise verstehen, sich daran zu halten, gründet sich in dieser "Sittsamkeit" (es widert mich selbst an, das ganze hier zu schreiben) das Problem - solange nicht gegen geltendes Recht verstoßen wird, kann der Gesetzgeber nicht ohne weiteres einschreiten. Das Grundgesetz lässt sich, gelinde gesagt, ebenfalls nicht von heute auf morgen ändern, und das mit dem "Drahtzieher einsperren" führt uns ungefähr aufs gleiche hinaus. Bis sie ein Verbrechen im juristischen Sinne begehen, werden sie wohl weiterhin die Freiheit genießen dürfen.

Im Grunde habe ich jetzt genug zitiert, aber ich kann Goethe nur zustimmen:

Johann Wolfgang hat geschrieben:
Es erben sich Gesetz und Rechte
wie eine ewige Krankheit fort
und schleppen von Geschlecht sich zu Geschlechte
und rücken sacht von Ort zu Ort.

Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage!
Weh dir, dass du ein Enkel bist!
Vom Rechte, das mit uns geboren ist,
von dem ist leider nie die Frage.


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